Kreuzchen mit Konsequenzen!

08.09.2017

Was können wir für Menschen tun, die schon lange arbeitslos sind?

Michael Groß (MdB): „Wir kämpfen schon seit Jahren für einen zweiten, dritten oder auch sozialen Arbeitsmarkt. Auf Bundesebene konnten wir das bisher nicht durchsetzen. Ich halte das für einen großen Fehler, denn wir brauchen Angebote für Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht Fuß fassen können. Das sind in erster Linie Langzeitarbeitslose,  also oft Alleinerziehende, Menschen mit Behinderungen oder Migranten.  Für sie brauchen wir einen öffentlich finanzierten, sozialen Arbeitsmarkt. Wir haben doch im öffentlichen Bereich genügend Aufgaben, um Menschen temporär aber auch dauerhaft zu beschäftigen. Also in einem normalen Arbeitsverhältnis etwa  in der Pflege von städtischen Flächen, in sozialen Einrichtungen oder im Öffentlichen Nahverkehr. Man könnte dafür sorgen, dass ihre Transferleistungen in eine Vergütung fließen. Diese Leistungen müssten jedoch aufgestockt werden. Das würde den Staat zwar Geld kosten, aber das wäre eine gute Investition.“

Michael Groß leitet die AWO-Parlamentariergruppe der SPD-Bundestagsfraktion. Er kandidiert im Wahlkreis Recklinghausen II.
Im Vorfeld der Wahlen möchten wir Denkanstöße liefern und dafür sorgen, dass Vorurteile, Phrasen  und leere Stammtisch-Parolen nicht einfach übernommen, sondern hinterfragt werden. Wir möchten Sie anregen, zu diskutieren und ins Gespräch zu kommen – am Arbeitsplatz, in der Familie oder im Freundeskreis.

Machen Sie sich Gedanken!

Anregungen finden Sie hier.

Weitere Nachrichten

Meldung vom 23.11.2017
Wer arm ist, soll zuhause bleiben!?! weiterlesen
Meldung vom 23.11.2017
Zehn Jugendliche aus ganz NRW folgten Anfang November einer Einladung des „Ministeriums für Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration“ (MKFFI) zu einem persönlichen Gespräch. weiterlesen
Meldung vom 17.11.2017
Protest ist eigentlich eine gute Sache. Eigentlich. Denn Protest, also das sich auflehnen gegen etwas, mit dem man nicht einverstanden ist, trägt den Kern der Veränderung in sich. Protest ist sozusagen der Motor, der einen Wechsel in Schwung bringt. weiterlesen
Meldung vom 14.11.2017
Alleinerziehende und deren Kinder sind in NRW besonders armutsgefährdet. Rund ein Fünftel aller Familien sind Ein-Eltern-Familien - 40 Prozent von ihnen leben von Hartz IV. weiterlesen
Meldung vom 10.11.2017
Die Situation von Alleinerziehenden und ihren Kindern ist alarmierend: Jede fünfte Familie in NRW lebt in dieser Konstellation – 40 Prozent der Ein-Eltern-Familien sind auf Hartz IV angewiesen. weiterlesen
Meldung vom 10.11.2017
Jung und obdachlos – zu diesem Thema lädt die LAG Jugendsozialarbeit NRW am 6. Februar nach Essen in die Zeche Carl ein. weiterlesen
Meldung vom 03.11.2017
Lothar de Maizières Gedankenspiele hinsichtlich eines muslimischen Feiertages haben schon innerhalb der Union für viel Aufregung gesorgt. weiterlesen
Meldung vom 02.11.2017
Wie steht es um die Gleichstellung von Männern und Frauen in der AWO? Welche Vision von Geschlechtergerechtigkeit wollen wir in unserem Verband leben? Was ist eigentlich gerecht? Und was brauchen wir, um das zu erreichen? weiterlesen
Meldung vom 26.10.2017
Großer Auftritt in der Hauptstadt: Das Team des Projektes „Flüchtlingen ein Gesicht geben", initiiert vom Unterbezirk Hochsauerlandkreis/Soest, war in der Friedrich-Ebert-Stiftung zu Gast. weiterlesen
Meldung vom 19.10.2017
Mit Trikots, Schals und Schlachtrufen hat sich am Wochenende eine Gruppe Bewohner unseres Heinrich-König-Seniorenzentrums in Bochum auf den Weg ins Stadion gemacht. weiterlesen