Arbeitslosenreport 2/2020: Geflüchtete Frauen besonders benachteiligt

19.06.2020

Der aktuelle Arbeitslosenreport der LAG Freien Wohlfahrtspflege beschäftigt sich mit den Lebenslagen geflüchteter Frauen am Arbeitsmarkt. Die zentralen Erkenntnisse sind: Geflüchtete Frauen sind bei Förderungen unterrepräsentiert. Die Mehrheit hat keine anerkannte Qualifikation. Zudem leben drei Viertel der Frauen im Hartz-IV-Bezug mit Kindern zusammen. In Nordrhein-Westfalen bezogen im Dezember 2019 laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) knapp 69.600 geflüchtete Frauen im erwerbsfähigen Alter Hartz-IV-Leistungen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist das ein Zuwachs um 4,1 Prozent. Nahezu 21.100 geflüchtete Frauen waren arbeitslos - 23 Prozent mehr als im Dezember 2018.

Obwohl geflüchtete Frauen stark von Arbeitslosigkeit betroffen sind und vielfach Hilfe benötigen, erhalten sie nur unzureichend Zugang zu arbeitsmarktpolitischer Förderung. Frauen machen rund 42 Prozent der erwerbsfähigen Flüchtlinge im Hartz-IV-Bezug und rund ein Drittel der arbeitslosen Flüchtlinge insgesamt aus. Der Frauenanteil bei Flüchtlingen in arbeitsmarktpolitischer Förderung lag im Dezember 2019 hingegen bei nur 25 Prozent: Obwohl die Zahl der geflüchteten Frauen in arbeitsmarktpolitischer Förderung von Dezember 2018 bis Dezember 2019 um 17 Prozent anstieg, lag sie im Dezember 2019 bei nur rund 7.300 von insgesamt 29.000 Teilnehmenden im Kontext von Fluchtmigration.

Sie finden alle Dokumente hier: www.arbeitslosenreport-nrw.de

Arbeitslosenreport NRW 2/2020 "Geflüchtete Frauen am Arbeitsmarkt" als PDF

Geflüchtete Frauen am Arbeitsmarkt - Datenanhang als PDF

Weitere Nachrichten

Meldung vom 29.10.2020
Am 27.10.2020 wurde nach längerer, durch die Coronapandemie beeinflusste, Planung der Fachverband der offenen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit der AWO und des Jugendwerkes in NRW gegründet. weiterlesen
Meldung vom 28.10.2020
Andreas Frank, Geschäftsführer der AW Kur und Erholungs GmbH fürchtet um den Fortbestand der Kurkliniken der Arbeiterwohlfahrt. weiterlesen
Meldung vom 23.10.2020
Alle Zahlen zeigen: Partnerschaftsgewalt findet verstärkt in der Coronakrise statt. Die Beratungsanfragen beim bundesweiten Hilfetelefon liegen 20 Prozent über den Zahlen des Vorjahres. Die Berliner Gewaltschutzambulanz der Charité behandelte bereits im Juni 2020 30 Prozent mehr und schwerere Fälle als im Jahr zuvor. weiterlesen
Meldung vom 16.10.2020
Forschungsinstitut veröffentlicht Streitschrift zu sozialen Folgen von Corona für arme Kinder und Jugendliche weiterlesen
Meldung vom 16.10.2020
Die soziale Beratung von Geflüchteten durch qualifiziertes Personal ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Gelingen von Integration. Ab Januar 2021 legt das zuständige Integrationsministerium (MKFFI) neue Förderhöchstsätze für die Personalkosten bei den freien Trägern fest. weiterlesen
Meldung vom 14.10.2020
Das Land NRW fördert in Zusammenarbeit mit den Kurberatungsstellen der Freien Wohlfahrtspflege eine flächendeckende Beratung. Träger des Projektes ist der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn, Projektpartner der AW Kur und Erholungs GmbH Dortmund. weiterlesen
Meldung vom 13.10.2020
Die Flüchtlingshilfe der Wohlfahrtsverbände in Nordrhein-Westfalen wird nach Ansicht der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der Freien Wohlfahrtspflege massiv geschwächt. weiterlesen
Meldung vom 13.10.2020
Hilfsportal für Opfer und Angehörige informiert über Beratungs- und Schutzangebote weiterlesen
Meldung vom 13.10.2020
100 Kurberaterinnen und Kurberater helfen pflegenden Angehörigen in Nordrhein-Westfalen weiterlesen
Meldung vom 08.10.2020
Anlässlich der heutigen ersten parlamentarischen Lesung des Entwurfs zum Regelbedarfsermittlungsgesetz rügt der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt die vorgesehenen Erhöhungen als unzureichend. weiterlesen